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Journalismus

BEITRÄGE
Einige Beiträge von deutschen, russischen, amerikanischen usw. MedienrepräsentantInnen, ForscherInnen über Journalistik, Massenmedien, Pressefreiheit und Journalismus überhaupt.

Harald Heuer
Stellv. Leiter Journalistenschule Ruhr
Projektleiter ZEUS - Zeitung und Schule


Journalistische Stilformen

Es gibt nicht den Zeitungsartikel. Der Nachrichtenjournalismus nutzt acht Stilformen (Nachricht, Bericht, Reportage, Feature, Interview, Kommentar, Glosse, Rezension). Die vier wesentlichen sind:

Häufig in den Außenspalten der Zeitungsseite plaziert, umfaßt die Darstellungsform "Nachricht" - unter Journalisten "Meldung" genannt - zwischen 12 und 25 Druckzeilen. Sie ist faktenorientiert, streng gegliedert und strebt eine Vermittlung von Informationen in knapper, möglichst unparteiischer Weise an (nach Weischenberg, 1988).

Der Bericht ist zwischen 30 und 60 Druckzeilen lang und läßt sich als ausführliche Nachricht definieren. Der Aufbau ist wie bei der Nachricht pyramidenförmig mit der Beantwortung möglichst vieler W-Fragen am Anfang. Häufig beginnt der Bericht mit einer Zusammenfassung der Essentials in einem Vorspann, der optisch vom übrigen Text abgesetzt ist (Fettdruck, andere Schrift).

Zentral auf der Zeitungsseite plaziert, beginnt der Umfang der Reportage bei mindestens 60 Zeilen. Nach oben sind theoretisch kaum Grenzen gesetzt, doch läßt der Platz in einer regionalen Tageszeitung selten mehr als 140 Druckzeilen zu.

Überregionale und Wochenzeitungen überschreiten diesen Rahmen um ein Vielfaches. Siegfried Weischenberg definiert die Reportage als klassische unterhaltende Darstellungsform. "Sie beschreibt - häufig in der Ich-Form - mit mehr Details als der Bericht, mit erzählenden Stilmitteln und wechselnder Beobachtungsperspektive Personen und Situationen. Die Reportage ist farbiger, ausführlicher und persönlicher als die Nachricht - ohne deshalb eine Meinungsdarstellungsform zu sein."

Der Kommentar ist zwischen 40 und 60 Druckzeilen lang. Er enthält die bewußte, durch Zeichnung mit dem vollen Namen kenntlich gemachte Meinung des Journalisten. Der Kommentar ist erläuternde, interpretierende und wertende Anmerkung zu einer Nachricht. Nachricht und Kommentar werden im westlichen Journalismus (formal) streng getrennt.

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