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Einige Artikel vom Autor, die in verschiedenen Medien veröffentlicht sind

22/11/2000 Berlin - © Die WELT

Erfolgssträhne des Wahlberliners und Produzenten Buchman reißt nicht ab

"Ich mache das, was mir Spaß macht und habe Erfolg damit"

Unlängst startete in den US-amerikanischen Kinos der Film "The little vampire" mit mehr als 2000 Kopien. Der Executive-Producer dieses Block Buster ist Alexander Buchman. Er wohnt bereits seit 20 Jahren in Berlin. Mit seinen Eltern war er damals aus Moskau hierher gezogen. Vor acht Jahren begann er seine Karriere als Producer und Produzent von Media-Erzeugnissen. Sein erster Film "Über dunklem Wasser" wurde in Russland gedreht und hatte großen Erfolg beim Berliner Kinofestival - leider nicht in der ganzen Welt.

Ein besseres Schicksal ereilte die Verfilmung Sergej Solowjews von Tschechows "Drei Schwestern" mit Otto Sander und "Stumme Zeugin" mit einem britisch - amerikanischen Team. Letzterer wurde mit dem Publikumspreis in Cannes ausgezeichnet, von "Columbia Pictures" eingekauft und weltweit gezeigt.

"Danach begannen wir Kassenschlager zu produzieren, deren Etats nach europäischem Maß groß sind, so um die 25 Mio. Dollar", erzählt Buchman. Aber wie begann seine Erfolgssträhne?

Nachdem Alexander erfolgreich die medizinische Fakultät der FU Berlin absolvierte, begann er zunächst mit seinem Vater als Zahnarzt zusammenzuarbeiten. Nachdem Gorbatschow die Perestroika in der ehemaligen Sowjetunion installierte, probierte er sich im Handel: "Meine Bekannten aus Russland boten mir an, Konsumgüter nach Russland zu importieren. Das war aber nicht mein Ding", erzählt der Producer.

Inzwischen sind zu seiner "Avrora Media GmbH" mehrere Firmen hinzugekommen. Ein Ableger in Los Angeles führt einen Weltvertrieb von Kinoproduktion. In Berlin besitzt er die Plattenfirma "Real Hot Records", eine Konzertagentur und eine Promotionfirma. Zu seinen Kunden gehören unter anderem der Senat und Reemtsma. Es werden auch Online-Projekte entwickelt. Derzeit arbeitet sein internationales Team am Festival für deutschsprachige Musik mit einem außergewöhnlichen Konzept: "Deutschstunde" soll helfen, nationale Kultur vom Nationalismus zu unterscheiden.

Auf die Frage, ob er ein "erfolgreicher Mann" sei, antwortet er lächelnd: "Ich mache das, was mir Spaß macht und habe Erfolg damit. Was will man mehr! Wir kamen nach Deutschland mit den zwei Koffern, weil es verboten war, etwas aus Sowjetunion auszuführen. Darüber hinaus fühlte ich mich hier von Anfang an als Außenseiter. Und das empfinde ich heute auch noch so. Deutschland ist nicht Amerika. Fast jeder könnte Amerikaner sein, aber Deutscher - schwerlich. Ich habe zwar einen deutschen Pass, aber ich trage natürlich nicht die deutschen kulturellen Wurzeln in mir. Übrigens: Außenseiter zu sein, kann sogar günstig und vorteilhaft sein. Man muss einfach diesen Sonderstatus klug benutzen."

Zum Original - "Die Welt" >>>